Joghurtbrötchen mit Kürbiskernen

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Das ist schon ein Ding: Die stolze Besitzerin eines neuen Brotblogs muss mit großen Augen feststellen, dass ihr Brotkorb bis aufs letzte Stückchen Brot leer ist!? Das geht nicht an… Also muss ein Rezept her, das heute am Abend bereits gegessen werden kann und zwar mit den Zutaten, die gerade greifbar sind. Ich habe mich für Brötchen entschieden, die in (fast) jeder Hinsicht schnell sind, sie brauchen noch nicht einmal geschliffen zu werden, denn man kann sie ganz einfach mit einer Teigkarte abstechen.

Rezept:

125 g Naturjoghurt (bei mir 1,5 % fett, aber ob das tatsächlich eine Rolle spielt?)

450 g lauwarmes Wasser

15 g Frischhefe

100 g kühlschrankkalter LM (wer keinen hat, nimmt wahrscheinlich besser 20 g Hefe)

20 g Kürbiskernöl

1 El Honig oder Rübensirup

25 g Salz

100 g Einkorn, frisch gemahlen (ersatzweise Weizen- oder Dinkelvollkornmehl)

270 g feiner Hartweizengrieß („Dunstmehl“)

270 g Weizenmehl T 65 und 230 g Dinkelmehl T 630 – oder statt dessen 500 g Weizenmehl 550

100 g Kürbiskerne

Alle Zutaten – außer den Kürbiskernen und dem Salz – in der Küchenmaschine auf der langsamsten Stufe 15 min kneten, dann die Kürbiskerne und das Salz zufügen und 2 min etwas schneller kneten, zum Schluss noch ein wenig schneller, bis man sieht, dass sich der Teig gut vom Schüsselrand löst.

So schön sieht es aus, wenn das dunkelgrüne Kürbiskernöl dem Wasser-Joghurt-Gemisch zugegeben wird. IMG_8110

In der warmen Küche etwa 2 h gehen lassen, dabei nach 30 min, 60 min und 90 min den Teig jeweils strecken und falten.

Etwas Hartweizengrieß auf die Arbeitsfläche geben und den Teig darauf kippen. Er sollte vorsichtig auf etwa 2 cm Dicke ausgerollt werden. Mit wenig Wasser befeuchten und mit Kürbiskernen bestreuen. Diese ganz zart andrücken, so dass der Teig nicht zu platt gedrückt wird.

Mit einem scharfen Teigabstecher Quadrate abstechen und auf ein Lochblech setzen. Mein Lochblech ist zu klein, deswegen hocken meine Brötchen etwas dicht aufeinander…

Die Stückgare dauert noch einmal etwa 45 min.

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Bei 250 Grad mit viel Schwaden in den Ofen geben, nach 10 min den Dampf ablassen und noch 15 – 20 min bei 230 Grad fertig backen. Ich öffne, wenn ich daran denke, immer mal wieder kurz die Backofentür, damit möglichst viel Feuchtigkeit abzieht. Dann werden die Brötchen knuspriger.

Auf einem Kuchgitter abkühlen lassen.

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12 Kommentare zu “Joghurtbrötchen mit Kürbiskernen

  1. Die werde ich bestimmt nachbacken, aber vermutlich leicht abgewandelt, d.h. ohne Kürbiskernöl, aber es ist auch sonst von Nutzen, vielleicht finde ich welches; es gibt hier den Rimping, der viel westliche Lebensmittel im Angebot hat. Ich staune über gewisse Produkte, frage mich, wer das kauft, zB verschiedene Sorten der teuren Familia Müesli aus der Schweiz, sogar im BigC, dem „Migros“ von Thailand. Dann denke ich an die tiefen Löhne hier, ein Tageslohn für einen Beutel Müesli; na gut, ich könnte auch an die vielen BMW und Benz auf den Strassen denken.

    Den Sauerteig habe ich begonnen, einmal nachgefüttert, dann weggeschmissen, vielleicht wäre er noch was geworden über die 5 Tage, kleine Viecher sind durch die schmalen Luftschnitte in der Abdeckfolie eingeschlichen und munter rummarschiert. So mache ich weiter mit Hefe, muss jedoch noch üben mit Trockenhefe, kenne die Megen noch nicht so richtig. Danke nochmals für die Hilfe, die nun leider nutzlos verpufft ist.

    • Oh, schade! Vielleicht probierst du es irgendwann noch einmal mit dünnem Stoff drüber und einer Gummischnur.
      Wenn du mit Trockenhefe arbeitest, musst du viel weniger nehmen – ein Drittel vom Gewicht der Frischhefe!
      Und ersetze doch das Kürbiskernöl durch etwas, was du regional leicht bekommst (Sesamöl und Sesamsaat, oder gar Kokoscreme..??)
      Vlel Erfolg…

      Viel Erfolg..

  2. Die plötzlich „brotlose“ Situation kenne ich gut. Meist finde ich zum Glück hinten im TK noch ein letztes Baguette oder Ciabatta. Habe kürzlich (Vorteig vergessen) die „Frühstückchen“ vom Brotdoc getestet, die sahen deinen sehr ähnlich. 🙂

  3. Hallo Cheriechen
    Klingt spannend und interessant.
    … schon auf der Nachbackliste! 🙂
    Hast du schon mal versucht mit Kürbiskernmehl zu backen? Das ergibt einen sensationellen Kürbisgeschmack.

    Ciao Werner

  4. Leckere Brötchen! Ich backe auch viel mit Kürbiskernen, und sogar das Steirische Öl kann ich hier beziehen (wenn es mit Quark doch auch so einfach wäre).
    Der Fettgehalt der Joghurt hat einen Einfluss auf die Glutenbildung – je fetter der Teig ist, desto kleinporiger ist die Krume. Ob das bei deinen Brötchen aber einen grossen Unterschied macht, bezweifle ich auch, denn es ist ja auch Öl und Zucker im Teig, die den gleichen Effekt haben.
    Fröhliche Weihnachten (nicht wie in Stenkelfeld! 🙂

    • Herzlich Willkommen, liebe Karin!
      Ich kann mir vorstellen, dass man manche Lebensmittel vermisst, dafür bekommst du sicher andere, von denen wir nur träumen…, trotz Globalisierung bleibt so jedem Land doch immer noch ein bisschen etwas Eigenes. Schön, dass wir uns alle rund um den Globus über unsere Backleidenschaft unterhalten können, da bleiben dann wirklich nur noch die Sprachgrenzen.
      Lasst es euch gut gehn…

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