Ein wenig Sommer und Süden – Fougasse gefüllt mit Oliven-Tapenade …

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Dieser Winter war bisher noch nicht wirklich hart und die Sonne hat sich sogar ab und zu gezeigt in den letzten Tagen. Dennoch sehne ich mich nach den lauen Sommerabenden im Garten, die Abende, an denen es so lange hell ist und man nur mal ins Haus geht, um eine Jacke überzuwerfen. Lasst uns doch schon ein wenig im Voraus üben! Etwa mit dieser Fougasse. Solch fantasievoll geformte Brotvarianten bekommt man auf provencalischen Märkten angeboten oder auch in den Boulangerien. Sie ersetzen – zusammen mit einem schönen Salat – ein Mittagessen. Auf dem Partybuffet ein Hingucker (und Reinbeißer..). Genau dorthin brachte ich meine Fougasse am Wochenende und sie fand reißenden Absatz …

Ausgangsbasis ist wie schon hier und hier ein leicht abgewandelter Teig vom Beginner-Weißbrot nach dem Rezept vom Brotdoc. Dieser Teig ermöglicht ein knuspriges Weißbrot zu backen, ist aber gleichzeitig noch so fest, dass man ihn gut ausrollen und formen kann, was bei einer höheren TA nicht mehr so locker gelingt.

Für die Füllung nimmt man Tapenade, die typische südfranzösische Olivenpaste. Ich stelle sie selbst her – nichts ist einfacher! Gekauft, in winzigen Gläschen, finde ich sie oft unangemessen teuer. Also, lasst uns damit beginnen (wenn ihr wollt). Denkbar wäre natürlich auch eine andere Füllung: Rotes Pesto, gedünsteter Lauch mit Speck, Schalotten – ein wenig karamellisiert, Ziegenkäse, Lavendelhonig, Rosmarin, Pfeffer – alles, was nicht allzu feucht ist …

Rezept für Oliventapenade:

350 g schwarze entsteinte Oliven

10 Sardellenfilets

4 Tl Kapern

2 – 3 Knoblauchzehen

120 ml Olivenöl

etwas abgeriebene Schale einer Biozitrone

Alle Zutaten im Mixer bei hoher Geschwindigkeit zu einer glatten Masse pürieren. In ein Schraubglas füllen und ein wenig mit Olivenöl bedecken, so hält sich sich ein paar Wochen im Kühlschrank. Das Ganze lässt sich aber auch problemlos einfrieren. Selbstverständlich lässt sich diese Tapenade auch einfach so auf einem Stück Baguette verspeisen oder in anderen Rezepten vielfältig weiterverarbeiten.

Brotteig:

Einen Vorteig anrühren aus

200 g Weizenmehl 550 (ich hatte dieses Mal französisches T 65)

200 g Wasser

1 g Hefe     und über Nacht (also etwa 12 h) bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig (für 2 Fougasse)

Vorteig plus

800 g Weizenmehl 550 (ich T 65)

450 g Wasser

20 g Salz

8 g Hefe

in der Küchenmaschine auf kleinster Stufe 15 min kneten, in eine geölte Schüssel geben und 2 h ruhen lassen. Dabei 3 mal strecken und falten, alle 30 min.Auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen, in 4 gleichgroße Teile trennen, die jeweils zu Kugeln gewirkt werden. 20 min abgedeckt entspannen lassen. Danach je 2 Teigstücke zu Dreiecken zurechtziehen und -zupfen. Es empfiehlt sich, die Teiglinge jetzt schon auf eine Lochblech mit Backpapier zu legen, nachher sind sie etwas instabil und verziehen sich leicht. Auf die Dreiecke die Oliven-Tapenade verstreichen, den äußersten Rand dabei etwas aussparen. Für den Deckel wieder 2 Dreiecke ausrollen, mit dem Teigspachtel und einem scharfen Messer die Blattform einstanzen. Dieses Dreieck über die Tapenade legen und seitlich schön festdrücken.

Abgedeckt 30 -45 min bei Raumtemperatur gehen lassen. In den 230 ° C heißen Backofen einschießen und gut schwaden. Nach 15 min Schwaden ablassen, bei 210 ° C knusprig ausbacken, noch etwa 30 min. Auf einem Gitterrost auskühlen lassen, schmeckt aber schon lauwarm.

Ein Traum von Provence, mit meiner Suggestivkraft reicht es (mit Augen zu) für ein winziges Stück Urlaub mitten im Alltag …

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12 Kommentare zu “Ein wenig Sommer und Süden – Fougasse gefüllt mit Oliven-Tapenade …

  1. Hmmmm…. lecker & Urlaubsfeeling, was will man mehr 😉 Gekaufte Tapenade ist ja nicht nur teuer, sie schmeckt auch mal so gar nicht *würg*. Und kaum hast Du am Wochenende ein ganzes Büffet auf die Beine gestellt, geht’s geschwind weiter und Du zauberst weiter leckere Dinge. Was ein Wirbelwind & welch Energie… 🙂 Herzlichst Nadja

  2. Herrlich! Hier steht bald ein Geburtstag an, da werde ich das Brot backen. Nur die Kapern lass ich weg, die gehen so garnicht an uns 😉 Bei mir gehts diese Woche auch etwas sommerlicher zu, bei dem Wetter geht das ohne Probleme 😉

    • Super, erzähl mir dann, wie es euch geschmeckt hat! Die Kapern sind nicht zwingend…!
      Ich versuche auch noch den „Frühling“ zu genießen, denke das dicke Ende kommt noch…
      Liebe Grüße
      Cheriechen

  3. Fougasse steht schon sooo lange auf meiner Nachbackliste, das glaubst du mir gar nicht! Aber danke für die klasse Anleitung, meine Motivation mich endlich mal daran zu versuchen ist gleich wieder ein kleines Stückchen gewachsen 🙂 Für mich dann aber lieber mit Tomatenpesto oder so… Tapenade ist nicht soo mein Ding…

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