Hoch lebe die „Mangoseele“! – Mango-Möhren-Süppchen und Labneh mit Mangopüree

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„Mangoseele“, das ist der Name von Melanies wunderschönen Blog! Sie lebt in Berlin, ihr Herz schwebt aber manchmal mehr in Mexico und dieser nette (fast) vegetarische Blog wurde vor wenigen Tagen ein Jahr alt! Mir ist so sympathisch, dass alles nicht so dogmatisch zugeht bei Melanie: Sie ernährt sich vegetarisch, isst aber doch Fisch. Sie versucht Produkte aus regionalem Anbau zu bevorzugen, aber ein Leben ohne Mangos ist eben nicht denkbar. Menschen ohne Widersprüche sind mir meist suspekt..

Zum Blogggeburtstag wünschte sich Melanie Mangorezepte, was sonst!?! Gestern habe ich Mangos im größeren Stil verarbeitet, da ich Gäste hatte. Weil die Möhren-Mangosuppe einer leidenschaftlichen Mangoliebhaberin wahrscheinlich nicht ganz neu ist, habe ich noch etwas (für mich) völlig Neues ausprobiert, ein Labneh aus Naturjoghurt mit Mangopüree. Also 2 Rezepte, liebe Melanie, ich hoffe für dich ist etwas dabei!

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Zutaten für die Mangosuppe:

1 Bund Lauchzwiebeln

1/2 rote Peperoni mit Kernen

1 Stück Ingwer (2cm)

etwa 1 kg Möhren

1 reife Mango

1 kl. Dose Kokosmilch

1 l Gemüsebrühe

1-2 Limetten

etwas Frischkäse

Die gehackten Lauchzwiebeln mit Peperoni und Ingwer in etwas Öl anschwitzen, die Möhrenstücke zugeben und mit der Brühe auffüllen. Die Möhren weich köcheln, pürieren und mit der Kokosmilch u evtl. etwas Salz und Limettensaft abschmecken. Zum Schluss die pürierte Mango in die heiße Suppe einrühren und nicht mehr kochen lassen. Mit Frischkäse und Limette garnieren. Es schmeckt auch gut, wenn man noch winzige Mangowürfelchen in die Suppe gibt.

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Labneh ist beheimatet im nahen und mittleren Osten und ganz einfach herzustellen. Ihr kippt einfach Joghurt in eine Windel oder ein dünnes Küchentuch, legt das Ganze in ein Sieb und lasst die Zeit und die Schwerkraft arbeiten. Je nachdem, wie lange der Joghurt abhängt oder wie fest ihr am Ende die Windel auspresst, habt ihr wahlweise eine cremige Masse oder recht trockenen Frischkäse. Labneh lässt sich hervorragend herzhaft würzen, diesmal habe ich mich für eine cremig-orientalische Variante entschlossen, die blumig der parfümierten Säure der Mango schmeichelt.

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1 kg Naturjoghurt (meiner hatte nur 1,5 % Fett)

1-2 El Honig

1 Schuss Rosenwasser

Abrieb von mindestens 1/2 Tonkabohne

Alles vermischen, in Gläschen füllen und mit leicht gesüßtem Mangopüree auffüllen..

Alles was dann noch fehlt, ist ein leicht schattiger Innenhof, mit blauen Ornamentkacheln und Palmen und ein leise plätschernder Brunnen…

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Lasst es euch schmecken…

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14 Kommentare zu “Hoch lebe die „Mangoseele“! – Mango-Möhren-Süppchen und Labneh mit Mangopüree

    • Herzlich Willkommen, liebe Anna!
      Da dieser Beitrag nun schon „Mangoseele“ und ihrem Bloggeburtstag gewidmet ist, sollte das vielleicht exclusiv so bleiben. Aber der Februar ist ja noch länger, die Gläschen kann man spülen, wahrscheinlich fällt mir noch etwas Neues ein 😉
      Liebe Grüße
      Cheriechen

  1. Ein Hoch auf die Mango! Du erinnerst mich gerade daran, dass ich bei den Mango-Rezepten doch auch noch mitmachen wollte! Gerne erinnere ich mich an meine Zeit in Ghana zurück (nirgends haben sie so gut geschmeckt!)… da spazieren die Menschen öfters mit einer Mango in der Hand durch die Strassen, beissen die Schale auf, reissen sie weg und knabbern nach und nach das süsse Fleisch rund um den Stein weg. Gesichter bis hinter die Ohren verschmiert inklusive 🙂

    Für mich ist übrigens auch etwas dabei: das Mango-Labneh merke ich mir 🙂

    • Mein Mann schwärmt hier immer auf die Mangos in Niger. Unvorstellbar gut, saftig, … ich schaue ihn mit großen Augen an und lebe halt mit den reifesten, die man hier ergattern kann.

      Das Labneh wird Richtung warme Jahreszeit hier auch noch öfters variiert werden, dass man auf manche Dinge nicht früher drauf kommt!?

    • So einfach! Es schmeckt wie griechischer Joghurt oder (mit etwas Salz) ein guter Frischkäse…
      Mit den tollen reifen Mangos, das ist nicht immer ganz einfach, aber inzwischen habe ich eine Stelle, wo ich meist gute bekomme (mein Mann schüttelt den Kopf, er war lange in Afrika…).

      Liebe Grüße
      Cheriechen

  2. Juhu!!! Da hab ich gleich zwei Rezepte zum Mitnehmen. Ich kenne einen Laden von einem Farang zwischen Chaweng und Menam, da gibt es selbstgemachten Jogurt und Feta (aus Kuhmilch). Nur die Tonkabohne muss ich mitnehmen. Über die Qualität der Mangos kann man sich dort wirklich nicht beschweren 😉
    Kleiner Tipp, im Juni, Juli gibt es im Asialaden Mangos aus Pakistan, manchmal auch aus Indien. Die sind nicht so abartig teuer wie die Flugmangos, nicht so faserig wie die Südamerikanischen, leider nicht ganz so cremisch wie die Thaimangos. Wenn man da mal eine Perfekte gegessen hat, dann ist man für alle anderen fürs Leben versaut. Die aus Niger würde ich aber trotzdem gern probieren 😉

    Liebe Grüße
    Ulrike

  3. Schönes Süppchen, könnte ich hier mal basteln.
    Wo sind die blauen Kacheln beliebt? Türkei, Naher Osten, Iran? Ach ja, Pakistan, die haben viele Mangos, und Indien natürlich, aber sind die Kacheln in Indien auch blau? Anyway, ich weiss was Du meinst, könnten auch weiss getünchte Wände sein, solange das feine Mango-Dessert kühl dabei wäre.

    • Ja, lieber Houdini, leider spielt sich auch einiges in meiner Fantasie ab, aber die maurischen Kacheln sieht man ja bereits in Spanien und Portugal…
      Hauptsache, das Licht flirrt und wir sitzen in unserer Vorstellung mit diesem Dessert im kühlen Schatten!
      Kopfkino ist (fast) alles…
      Liebe Grüße
      Cheriechen

  4. Das Süppchen lacht mich an, das nehme ich mit! 🙂 Und zu den guten Mangos, bei uns im Asia-Laden gibt es bereits geschälte Hälften eingefroren, die kommen den besten, die ich je gegessen habe, ziemlich nahe.
    Liebe Grüße,
    Eva

  5. Pingback: Frühlingspower mit Wildkräutern: Süzme im würzigen Pistazienmantel … | boulancheriechen

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