Brioche im Sonnenschein …

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Die leckeren Brioche sind noch nicht verbloggt! Die Bilder davon habe ich bei strahlendem Sonnenschein geschossen, dann fiel mein Internet aus. Inzwischen habe ich einen neuen Router, aber es kommt mir wundersam vor, bei dem aktuellen Wetter diese Fotos zu posten..

Die gestrige Maitour wäre beinahe ins Wasser gefallen. Gut, dass wir schon unterwegs waren auf unseren Rädern, als die ersten Gewitter über uns herzogen. Irgendwann war uns dann alles egal: Nasser als patschnass geht ja nicht mehr – noch schlammiger geht immer! Es gab viel zu lachen und die heiße Dusche danach bleibt lange in Erinnerung!

Einen der beiden Brioches gab es später noch aufgetaut aus dem Tiefkühlgerät – ich hoffe, dass damit wieder Sonnenschein gesät wurde!!

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Brioche gibt es nicht so oft bei uns, obwohl ich ihn sehr liebe. Er braucht einfach eine ordentliche Portion Vorlauf (sprich Planung), zumindest dieses Rezept, das ich im Brotbackforum bei Lenta fand. Sicherlich gibt es schnellere Varianten, aber ich mag es lieber, wenn Brioche nur nach Butter und Ei schmeckt und nicht nach Hefe. Dieses Rezept kommt mit sehr wenig aus, denn es hat noch einen kleinen Sauerteig eingebaut. Der Zeitplan sieht dann so aus: Abend erster Tag – Sauerteig anrühren, über Nacht stehen lassen, zweiter Tag: Teig kneten – 20 h Kühlschrankschlaf, dritter Tag: Brioche formen – 3-6 h Gehzeit, backen!

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Ihr seht, es dauert, bis die Zielgerade erreicht ist, nicht gerade ein Spontangebäck, dafür lohnt sich aber die Wartezeit voll und ganz!!

Rezept:

Sauerteig:

45 g Weizenmehl

45 g Wasser

10 g Anstellgut vom Weizensauer miteinander verrühren und über Nacht bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig:

Sauerteig

500 g Mehl T 405

7 g Salz

100 g feinster Zucker

2 Eier (100 ml)

170 g lauwarme Milch

7 g frische Hefe

2 El Orangenblütenwasser (man kann auch Rum oder Rosenwasser nehmen)

150 g sehr weiche Butter in Stücken

optional 1 Ei zum Bestreichen

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, aus allen Zutaten außer der Butter langsam einen sehr glatten geschmeidigen Teig kneten (etwa 15 min), dann erst die weiche Butter stückchenweise zugeben. Der Teig ist sehr weich, aber das macht nichts, er kommt ja nun für 20 h in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag wird der Teig geformt. Je schneller man arbeitet, desto leichter geht es – so lange der Teig noch kalt ist, macht die Butter ihn fester. Entweder flechtet ihr einen Zopf oder ihr wagt euch an die typische Briocheform mit den schönen Kugeln. Dazu gibt es einen Trick, den ich versucht habe für euch zu fotografieren…

Genau so gut kann man aber auch Mini-Brioche in Muffinsformen backen. Hier verkürzt sich die Backzeit (wahrscheinlich auch die Gehzeit).

Den fertig geformten Brioche lässt man 3 – 6 h aufgehen. Nerven behalten, zuerst muss er ja mal durch und durch Raumtemperatur annehmen. Es lohnt sich, ihm die Zeit zu gönnen!

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Den aufgegangenen Brioche kann man bepinseln mit einem Ei, das man mit etwas Wasser verquirlt hat. Dann wird er 35 – 45 min bei 180° C gebacken (Ober- Unterhitze). Am allerbesten schmeckts frisch…

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Wie esse ich Brioche am liebsten? Einmal zu Tee mit hausgemachter Orangenmarmelade, aber auch mit Foie gras und Beaume de Venise …

Ich wünsche euch einen wonnigen Mai!!

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18 Kommentare zu “Brioche im Sonnenschein …

  1. Wenn ich aus dem Fenster blicke, dann erkenne ich momentan bloss eine dichte graue Regenwand und mir ist so gar nicht nach Frühling zumute. Da sind deine farbenfrohen, sonnigen Bilder so kurz vor dem Weekend doch gleich ein Riesenaufsteller! 🙂 Brioche gibt es bei mir leider selten bis quasi gar nie. Liegt wohl an meiner Backlegasthenie, denn eigentlich mag ich die Dinger ziemlich gerne! Naja, kürzlich gab’s ja Knäckebrot bei mir. Ich mache also Fortschritte in kleinen Schritten 😉

  2. Nieselregen! Dunkelgraue Wolken. Macht nix, wird auch wieder anders.
    Brioche habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Meine kommt ohne Sauerteig aus, dauert aber trotzdem zwei Tage: kaum Hefe, dafür aber nur Eier (6) und Butter (1 Päckchen) als Flüssigkeit. Ich muss mal wieder. Ich könnte ja einen kleinen Sauerteig einbauen 🙂

    • Gnadenlos „light“, aber das bringt den Geschmack!!
      Wir essen es ja nicht täglich… 😉
      Liebe Grüße u schönes Wochenende, die Prognosen fürs Wetter sehen gar nicht schlecht aus..
      Cheriechen

  3. Cheriechen, du sorgst doch immer für Überraschung: Brioche mit Sauerteig. Das ist ja spannend!
    Ich hoffe, das Wetter wird zum Wochenende besser bei euch. Hier oben hatten wir ja diesmal Glück.
    Liebe Grüße Maren

    • Ich muss gestehen, es ist die einzige Art, die ich bisher gebacken habe. Man wechselt ja nicht gerne ein Gewinner-Team, aber ich habe mir doch vorgenommen, noch andere Macharten zu probieren..
      Es führen ja viele Wege nach Rom (oder Paris)!
      Liebe Grüße
      Cheriechen

  4. In den verregneten Voralpen wäre jetzt so ein Brioche auch willkommen. Für mich bitte mich Tripple Orange Marmelade, dann schinet auch die Sonne, wenn es draußen regnet.

    • Du bist also auch Orangenmarmeladen-Liebhaber!
      Es gibt viele Menschen, die sie nicht mögen, ich liebe sie und habe derzeit noch 2 hausgemachte Sorten auf Lager…
      Der Regen war ja dringend nötig (hier bei uns), aber ich freue mich auf mehr Sonne zum Wochenende hin!
      Liebe Grüße in die Voralpen
      Cheriechen

  5. Herrliche (sorry, aber fraulich meinte anderes) Bilder aus dem Garten, mit klarem Sonnenlicht, und sogar mit Bett. Die grosse Brioche sieht sehr lecker und schön aus. Ich muss mich endlich ans Backen machen, es muss ja anfangs nicht Brioche sein.

    • 🙂 glücklicherweise ist die Sonne zurückgekehrt, allerdings soll es bald wieder regnen! Brioche ist nicht schwerer als ein anderer Hefeteig, du brauchst nur Geduld, bis er essbereit ist..
      Liebe Grüße
      Cheriechen

    • Herzlich Willkommen, welch schöner Name „Schokohimmel“ – auch hier kommen die Regenschauer so plötzlich, dass man ins Haus rennen muss!
      Brioche könnte helfen gegen den Mai-Blues, versuch es mal, es ist einfach, es braucht nur Zeit!
      Liebe Grüße
      Cheriechen

  6. Pingback: Küchenparfum im Herbst – Quittenmarmelade … | boulancheriechen

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