Frische Waldluft in der Küche: Fichtenspitzensirup …

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Bei einer Kräuterwanderung lernte ich Fichtenspitzensirup kennen – und lieben! Er schmeckt ähnlich wie Waldhonig mit sehr aromatischen Noten. Ich bekam ein Gläschen geschenkt und probierte ihn direkt bei diesem Rezept aus. Nun habe ich selbst Nachschub hergestellt von den eigenen Fichten. Es ist ganz einfach!

Von Fichten oder Tannen (die gibt es hier nicht!) die hellgrünen Spitzen abpflücken. Esst mal eine, sie schmecken erstaunlich säuerlich – sie enthalten ja auch viel Vitamin C! Für den Sirup die Fichtenspitzen in einen großen flachen Topf geben und kaltes Wasser dazu gießen, bis alle Spitzen bedeckt sind. Aufkochen lassen, danach die Fichtenspitzen in diesem Sud abkühlen lassen. Dann die Spitzen absieben und etwas ausdrücken. Den Saft erneut aufkochen, bis er um ein Viertel bis ein Drittel reduziert ist. Zucker zugeben, auf 1 Liter etwa 1 Kilo und mehrere Stunden sanft köcheln lassen. Dabei wird der anfangs sehr helle Sud nach und nach immer dunkler. Gelegentlich die Gelierprobe machen.

Ich habe den abgegossenen Saft nicht reduziert, sondern gleich Zucker zugegeben: Die Hälfte der Gesamtmenge füllte ich mit 2 : 1 – Gelierzucker auf. Kochend in saubere Gläser geben und direkt verschließen…

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Den Fichtenspitzensirup kann man in Tee geben. Er hilft gegen Husten, Halsweh und Erkältungskrankheiten. Aber auch beim Kochen sehe ich vielfältige Verwendungsmöglichkeiten, nicht nur bei Desserts…

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15 Kommentare zu “Frische Waldluft in der Küche: Fichtenspitzensirup …

    • Lieber Erich, Sirup natürlich! Sorry und danke, dass du aufpasst. Mein Hirn arbeitet manchmal schneller als meine Hände und dann war ich gedanklich schon bei dem Vergleich mit dem Waldhonig..
      Ich vermeide es eigentlich Löwenzahnkapern und Fichtenspitzenhonig zu sagen, weil Kapern sind Kapern und Honig ist Honig…

      • Der Reihe nach:
        1. Bloglovin.com ist ein Dienst, der Emails sendet, wenn auf einem abonnierten Blog ewas neu gepostet wird.
        2. Jetzt sehe ich Honig nicht mehr. Stand nicht irgendwo „Honig“? Oder bin/war ich so verwirrt?
        3. Das mit dem Sirup ist richtig, ja, nur Bienen machen Honig, normalerweise, und Marmelade ist es auch nicht.
        4. Blöd von mir, entschuldige, ich schrieb Fichtenspitzensirup Teil 1, aber es war das mit den Saiblingen/Saitlingen
        Und noch ein Nachtrag:
        Es waren Tannschösslinge nach schweizerischer Redensart, von Rottannen = Fichten, mit schuppiger, rötlicher Rinde.

      • Lieber Erich, zweifle nicht an dir! Immer nur an mir..
        Ich habe es natürlich schnell geändert 😉 !
        Bloglovin muss ich mir mal anschauen!
        Und mit Teil 1 hattest du ja schon Recht!
        Danke für den Kurs in Schwyzerdütsch, da wäre ich nicht drauf gekommen, dass es sich um Fichten handelt!
        Liebe Grüße
        Cheriechen

  1. Ich bin ja ein Fan davon … bei mir ist die Produktion schon abgeschlossen. Ich lasse die Spitze über Nacht ziehen und verarbeite sie erst dann weiter, das gibt noch mehr Geschmack ab.
    LG Kerstin

  2. Pingback: Knuspriger Wiesen-Flammkuchen mit Champignons und Wildkräutern … | boulancheriechen

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