Gemixte Frühlingspower: Grüner Smoothie mit den ersten Wildkräutern …

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Auf meinem Lieblings-Biobauernhof wunderte man sich, dass ich erkältet sei (saarländisch: „die Freck hann“).

„Du musst auch jeden Morgen einen ‚Schmusie‘ trinken!“ wurde ich ermahnt. Ach so, ja! Mach ich…

Green Smoothie ist so trendy! Wenn schon grün, dann würde ich aber gerne mit Wildkräutern shaken..

Ob ich in der Wiese schon fündig würde, es ist noch früh im Jahr!? Doch es gibt schon was..

Von links nach rechts und oben nach unten:

Gänseblümchen (Bellis perennis), Sauerampfer (Rumex acetosa), erste winzige Brennnesselspitzen (Urtica dioica), Spitzwegerich (Plantgo lanceolata), Rotklee (Trifolium pratense), Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), Erdbeerblätter (Fragaria vesca), Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

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Alle dieser Wildkräuter stecken voller Power, d.h. sie haben ein Vielfaches an Vitaminen und Mineralstoffen im Vergleich zu grünen Gemüsen aus der Kultur – von den Gewächshäusern ganz zu schweigen. Die meisten wirken entwässernd, blutreinigend, stoffwechselanregend – sprich – alles was im frühen Frühling erwünscht ist. Besonders erwähnen möchte ich heute das Scharbockskraut, unten in der rechten Ecke: Es hat einen derart hohen Vitamin C- gehalt, dass früher damit die skorbutkranken Seeleute nach langen Überseereisen gerettet wurden. Skorbut ist ja die Vitamin C – Mangelkrankheit, an der wir hier heute nicht mehr leiden, aber bekommen wir immer genug? Umstrittenes Thema… Übertreiben sollte man es mit dem Scharbockskraut allerdings nicht, es enthält viel Oxalsäure, v.a. gegen Ende seiner kurzen Vegetationsperiode.

All dies nutzt meiner Meinung nach nichts, so lange das Ganze nicht schmeckt, oder? Was meine Geschmackssinne nicht erfreut, kann nicht gut für meinen Körper sein, meine ich! Also mixe ich diese Wildkräuter so auf, dass ein fruchtig-schmackhafter Drink rauskommt für mich. Die individuellen Geschmäcker sind sicher verschieden, ich mag es am liebsten mit viel Obst und Zitrone. Oft mixe ich auch Ananas, Mango, Möhren, Fenchel etc unter. Bei diesem Drink waren es ganz schlicht:

1 Banane, 1 Orange, Saft einer halben Zitrone, 1 Apfel, 1 El Leinsaat, ein Schuss Wasser (oder grüner Tee….), plus die oben abgebildeten Kräuter (gewaschen und abgetropft)

Diese Menge reichte für 2 „Wildkräuter-Schmusies“…. 😉

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Nun sollten die Grippe-Viren aber endlich verschwinden…

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26 Kommentare zu “Gemixte Frühlingspower: Grüner Smoothie mit den ersten Wildkräutern …

  1. Ich bin auch froh, dass es endlich wieder los geht mit den Wildkräutern.
    Auf was ich auch sehnlichst warte ist Löwenzahn und Giersch. Aber Pfefferminz darf auch selten fehlen.
    Und jetzt, in der Zeit wo es wenig gab, habe ich angefangen Weizen keimen zu lassen. Das Weizengras soll ja das wahre Wundermittel sein!
    Einen guten Start in die Wildkräuter-Zeit!
    Grüße – Irene

  2. bei Schmusies streikt leider mein System…. na, wenigstens gibt es nahezu täglich frisch gepreßte Säfte. An echte Wildkräuter trau ich mich nicht so recht…. wahrscheinlich berufskrankheitsbedingt. Also Hut ab vor dir – und Erfolg gegen die Viren!

    • @ninive
      hast du diesen „Streik“ festgestellt, als du Smoothies getrunken hast, die mit einem Hochleistungsmixer hergestellt wurden?
      Es ist nämlich bekannt, dass diese das Material so aufbereiten, dass es für viele verträglich ist, die anderes, nicht so faserfein zerkleinerte Material nicht vertragen.
      Ich frage deshalb, weil du frisch gepresste Säfte offenbar verträgst.

      • also kennen tu ich nur die die auch Heilkräuter sind, so ganz offiziell nach Arzneibüchern – und beschäftigen tu ich mich meist mit den Würzkäutern, die sind aber nicht so wild….

  3. Gut gemacht, cheriechen. Ich muss auch unbedint wieder damit anfangen:-) Manchmal nimmt man sich die Zeit nicht. Ich staune, was schon alles wächst bei dir. Ich gehe gleich mal bei mir nachschauen. Ich brauche allerdings auch immer viel Obst dabei:-)

  4. Toll! So einen Schmusi lass ich mir als Wildpflanzenliebhaberin gerne gefallen 😀
    Ich hatte gestern einen nur mit Vogelmiere, Agavendicksaft und Hafermilch. Sehr grün und sehr lecker 🙂
    LG Reni

      • @Eva
        ich kaue auch gerne, allerdings esse ich normalerweise kein Grünzeug von der Karotte – nicht alle Blätter vom Kohlrabi usw.
        Wenn ich die Philosophie vom grünen Smoothie richtig verstanden habe, kommen da eben das Grünzeug von vielen Gemüsearten hinein, nicht das Gemüse selbst – und dann eben die Wildkräuter, die wir in diesen Mengen, wie sie hier möglich sind, gar nicht essen würden/könnten. Und dann ist eben der Vorteil dieser Hochleistungs-Mixer, dass sie eben dieses Grünzeug schon gut aufschließen und für uns Menschen besser verträglich(oder zuträglich 🙂 ) machen.
        @Reni
        also auch dein Agavendicksaft und die Hafermilch sind da eigentlich, im echten grünen Smoothie wohlgemerkt, fehl am Platz.
        @cheriechen
        Brennnesseln und Giersch geht dir noch lange nicht aus.
        Aber jetzt fangen auch die Birken an auszuschlagen – sehr empfohlen!

      • @Cheriechen
        das hat nix mit tierisch zu tun, sondern eben einfach damit, was „angeblich nur“ in einen grünen Smoothie hinein soll. Ich denke, dass das damit zusammenhängt, dass die beiden erwähnten Dinge „hergestellt“ wurden, also nix mehr mit roh und frisch.
        Aber, wie erwähnt, ich habe mir diese Infos auch nur angelesen.

  5. Schmusie, herrlich ;-). Klingt jedenfalls sowohl sehr lecker als auch sehr gesund! Und Wahnsinn, was Du auf der Wiese schon alles gefunden hast (und wie gut Du Dich auskennst – wenn ich losziehen würde, müsste ich wohl um meine Gesundheit fürchten 😉 ).

    • @Claudia
      höre dich mal in deiner Gegend um. Es gibt inzwischen ganz oft Kräuterführungen z.B. auch von Volkshochschulen, oder von Gärtnereien organisiert. Bei uns macht so etwas auch der Homöopathische Verein.

      • Danke Dir und Ireneke für’s Ermutigen :-). Die zwei Sorten erkenne ich tatsächlich, das ist immerhin ein Anfang, und auch den erwähnten Giersch (da freut sich immer die Freundin mit Garten, wenn ich „Unkraut rupfen“ komme). Da Arne nach Sprossen und Microgreens nun auch Interesse an Wildkräutern bekundet hat, werden wir uns wohl tatsächlich demnächst mal unten erwähntes Buch zulegen und auf die Kräuter-Pirsch gehen.

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