Magie des Frühlings: Eine Brotblüte mit 7 Wildkräutern …

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Wochenende und solch ein Wetter – da gerate ich außer Rand und Band! Heute morgen musste ich schon vor der ersten Tasse Kaffee einmal durch den Garten, aus lauter Lebensfreude! Mit einer Hand voll Wildkräuter kehrte ich zurück. Sie sollten in ein Brot, für das ich gestern vor dem Schlafengehen einen Vorteig mit einem Krümelchen Hefe angesetzt hatte. Als ich die Kräuter verlas und wusch, fiel mir auf, dass es genau sieben verschiedene Sorten waren. „7“ – wie im Märchen: Löwenzahn, Sauerampfer, Beinwell, wilder Knoblauch, Wiesenkopf (Sanguisorba), Scharbockskraut, Gundermann. Also kein gewöhnliches Brot, eine besondere Form musste her – eine Blüte vielleicht…

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Rezept für 2 Blüten:

Geh‘ in den Garten und sammle 7 Wildkräuter bei Vollmond.  😉

Nehmt, was ihr findet: Auch Brennnesseln, Bärlauch oder zur Not einfach gemischte Gartenkräuter aus dem Topf…

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Vorteig:

200 g Weizenmehl T 80 (ersatzweise 1050 gemischt mit 550)

200 g Wasser

1 g Hefe

Glatt rühren und über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen.

Hauptteig:

Vorteig zusammen mit

700 g Weizenmehl T 80

100 g Roggenvollkornmehl

450 g Wasser

20 g Salz

8 g Hefe

100 g kalter LM

12 min langsam verkneten. Teig in eine gut geölte verschließbare Schüssel geben. 2 h Gare bei warmer Zimmertemperatur, nach 30 min, 60 min, und 90 min jeweils strecken und falten. Nach 2 h Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und halbieren. Zu 2 Kugeln rundwirken, damit der Teig straff wird. 20 min entspannen lassen. Dann die Kugeln vorsichtig flach drücken auf Backfolie setzen und so die Blume formen:

 

Bei einer der beiden Blüten, habe ich den inneren Rand etwas befeuchtet und Sesamsamen angedrückt. Den geformten Teigling für 45 min abgedeckt zur Endgare stellen und den Backofen auf  250° C vorheizen. Mit einem scharfen Messerchen in jedes Blütenblatt einen Schnitt einfügen. Die aufgegangene Blume in den Ofen einschießen, 10 min mit Dampf anbacken, dann Feuchtigkeit ablassen und noch 20 – 25 min bei 230° C fertig backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

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27 Kommentare zu “Magie des Frühlings: Eine Brotblüte mit 7 Wildkräutern …

  1. Toll toll toll. Ich Finde es super, dass du deine Brote so oft in der Form variierst. Immer nur Brotlaibe…das kann ja jeder! 😀 deine Brote sind optisch schon ein Erlebnis…da kann der Geschmack nur noch toller sein 😉
    Liebe grüße
    Anna von Anna’s Teller

  2. ohhhh, sieht das lecker aus. und die Fotos sind auch noch sehr hübsch – auf dieser Picknickdecke möchte man doch sofort Platz nehmen und naschen!
    aber verrat mir doch bitte, was „LM“ ist…

  3. Wunderschöne Blumen, cheriechen und eigentlich so einfach. Das mache ich bestimmt bald nach. Ist das T80 von Schelli?

    Lieben Gruß Ulrike

    • Hallo Ulrike,
      ich kaufe es im franz. Supermarkt, es kommt aus einer Mühle der Region und ist „bio“.
      Die Blumen sind wirklich einfach zu machen, der Teig lässt sich gut formen.
      Liebe Grüße
      Cheriechen

      • Dann werde ich es mal mit dem 812er von der Adlermühle probieren, das muss auch mal weg 😉 Im schlimmsten Fall nehme ich noch ein bisschen Weizenkleber dazu. Und wenn es alle ist, bestelle ich mal bei Schelli. So bald wird das wohl nichts mit einem Frankreichausflug.

  4. Guten Morgen,
    mal wieder ein super schönes Brot. Ich werde mal versuchen so eine Blume nach zu formen. Danke für Deine tollen Ideen und Rezepte. Dank Deiner tollen Beschreibung des LM ist meiner nun schon bei Tag 11. Bin gespannt wie es weiter wird.
    Noch einen wunderschönen sonnigen Sonntag-

    • Guten Morgen, liebe Uschi!
      Ich freue mich sehr, dass ich dich für einen LM begeistern konnte. Du kannst das, was derzeit übrig ist, wenn du teilst, schon gut an dieses Brot geben. Das wird funktionieren! Und es lässt sich wirklich ganz gut formen, da der Teig nicht zu weich und feucht ist…
      Dir auch einen tollen Sonntag
      Cheriechen

  5. Tolles Brot, cheriechen. Wildkräuter, ich bin immer nicht so ganz sicher, welche ich essen kann, sammelst du die einfach im Wald?

    • Ich habe diese in meinem Garten gesammelt. Er ist riesig und reicht bis an den Wald – weil er so groß ist, gibt es auch verwilderte Ecken. Es lohnt sich, Wildkräuter kennen zu lernen. Nicht nur wegen des Geschmacks, sie haben ein vielfaches an Inhaltstoffen. Fang mit denen an, die du sicher kennst! Ich habe viele davon mit Hilfe von Büchern und dem Wissen meines Papas kennengelernt. Aber es gibt noch so Vieles, was ich ausprobieren muss…
      Liebe Grüße und einen wunderschönen Sonntag
      Cheriechen

  6. Wirklich raffiniert ist das Nach-Aussen-Wenden fuer die Bluetenblaetter. Ich dachte vor dem Lesen, das Zusammenfuegen sei Dir gut gelungen. Nun verstehe ich. Das mit der Kraeuterbeigabe muss ich versuchen, mit Thai Kraeutern allerdings, koennte interessant sein.

  7. Pingback: Eckel's Baguette Parisienne | Eckel's Küche |

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