Sattelt die Rentiere! – Schwedischer Pfefferkuchen…

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Pfefferkuchen könnte ich das ganze Jahr über essen, werde ich wohl auch müssen – es sind doch sehr viele geworden. Die Dosen des schwedischen Möbelhauses ließ ich in diesem Jahr stehen. Seit ich im Herbst in Schweden war, kämpfe ich mich tapfer durch original schwedische Rezepte und bilde mir ein, dass diese Sprache gar nicht so schwer zu verstehen sei. Wo ein Wille ist, ist doch auch ein Rezept, oder?

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Aus etlichen verschiedenen Rezepten versuchte ich mir meine Weisheit zusammenzureimen und los gings: „Pepparkakor“ wollte ich immer schon mal selbst machen, so wie die Leute in Katthult, Bullerbü und Pippi höchstpersönlich in der Villa Kunterbunt … Zwar habe ich den Teig nicht auf dem Fußboden ausgerollt, wie Pippi, aber 500 Pfefferkuchen-Rentiere könnten es fast sein, die sich am Ende hier tummelten. Inzwischen sind viele schon davon getrabt, zu Kindern und Freunden, ja und in meinen Magen auch.

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Ich finde Pfefferkuchen muss es in sich haben, der darf nicht lasch und mau schmecken, da muss ordentlich was an Gewürzen rein! Ich habe meine Gewürze wieder frisch gemahlen, Zimtstange, Nelken, Kardamon und Ingwer sogar ganz frisch (kein Pulver).

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Rezept:

In Schweden wird alles in Dezilitern angegeben, ich habe mal in Gramm umgerechnet….

300 g Rohrzucker

500 g Rübensirup (ich: 400 g Rübensirup und 100 g Fichtenspitzensirup)

200 g Butter

1 Ei

100 g Sahne

je 1,5 Tl Zimt, Ingwer, Nelken und 2 Tl Kardamon (ich habe ganze Stangen, frische Knolle, ganze Nelken und ganzen Kardamon mit einem Teil des Zuckers im Thermomix gemahlen, so dass ich ungefähr auf die Menge kam)

2 Tl Natron, ersatzweise Backpulver

750 g Weizenmehl (es muss nicht ganz ausgemahlenes Mehl sein)

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Zuerst die Gewürzmischung zubereiten, dann mit Rohrzucker, Rübensirup und Butter erhitzen, bis sich alles schön aufgelöst hat. Die übrigen Zutaten untermischen, bis ein einheitlicher Brei entstanden ist. Dieser ist zu weich, um ihn direkt zu verarbeiten. Er sollte über Nacht in den Kühlschrank, kann dort aber notfalls auch länger verweilen. Wenn er gebacken werden soll, auf einer gut bemehlten Fläche wirklich ganz dünn ausrollen, 2 – 3 mm reichen. Je dünner, umso knuspriger werden die Pfefferkuchen. Der Rest ist klar? Ausstechen, auf ein Blech mit Backpapier, wenige Minuten backen bei 180 ° C auf mittlerer Schiene bei Ober/Unterhitze.

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Genießt den Advent! Falls ihr Pfefferkuchen backen möchtet, geht es ganz leicht: Mit dem Duft, der sich dann in der Küche ausbreitet, kommt die weihnachtliche Stimmung ganz von alleine…

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14 Kommentare zu “Sattelt die Rentiere! – Schwedischer Pfefferkuchen…

  1. Deine Fotos sind großartig! Da mußte ich aber doch gleich an die ganzen Astrid Lindgren Bücher denken – glücklicherweise kommt meine Tochter jetzt bald in das richtige Alter dafür 🙂

  2. Wirklich tolle Fotos, da wird man doch gleich in Weihnachtsstimmung versetzt 🙂 Punkto Pfefferkuchen muss ich gestehen, dass ich noch nie ein sonderlich grosser Fan war… ABER (und das ziehe ich ernsthaft in Betracht!) ich muss eingestehen, dass diese Art Guetzli hierzulande auch ziemlich unbekannt ist – und die wenigen Exemplare wohl kaum der mehrheitsfähigen Meinung von „Pfefferkuchen, die es in sich haben“ entsprechen… Hilft eigentlich nur nachbacken… aber da liegt ja bekanntlich noch ein weiter Weg vor mir 😉

  3. Neeeee watt scheeee! Die Herde am Waldrand 🙂 Super Fotos!
    Bei dieser Gewürzmischung kommen bei mir auch sofort weihnachtliche Gefühle auf! Letztens erst beim Lebkuchen backen…

  4. Liebes Cheriechen, der Weihnachtsstress im Job hatte bisher so gar nichts Adventliches. Nun, nachdem ich Deine wunderbaren Pfefferkuchenlandschaften entdeckt habe, schleicht sich die Weihnachtszeit in mein Herz ⛄️⛄️⛄️
    Danke für das tolle Rezept und die stimmungsvollen Fotos. Sehr, sehr schön…
    Herzliche Grüße
    Ulla

    • Oh, liebe Ulla!
      Manchmal können Bilder auch darüber hinwegtäuschen, dass alles nicht so beschaulich ist!
      Aber ich werde so langsam wieder gesünder u bin froh, wieder arbeiten zu dürfen…
      Wünsche dir ein wenig Ruhe u Zeit zum Durchatmen…
      Cheriechen

  5. Deine Horden sehen fast so aus, wie die, die ich in Lappland gesehen habe. 😉 Das Rezept speichere ich mal für nächstes Jahr – meine Liste ist leider viiiieeel zu lang. 🙂
    Liebe Grüße,
    Eva

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